USA-Tagebuch
 

Sonntag 20.06.99 --> San Francisco
by Euter-Kalle

Auch der Sonntag begann wie gehabt mit dem fürstlichen amerikanischen Frühstück. Dann tigerten wir durch die Straßen von San Francisco. Wir kamen an der Maritime Hall vorbei und wie durch ein Wunder trafen wir Höppi, unseren Backliner von der Weihnachtstour. Er überwachte gerade das Rammstein-get in. Denn die spielten heut Abend . Unsere arbeitsgewohnten Hände zuckten und wollten sofort mitanpacken, Gottseidank hatten wir Hammer und Nagel dabei und so nagelten wir uns kurzerhand gegenseitig die linke Hand auf den jeweils rechts stehenden Nachbarpo. So gepierct zuckelten wir wieder von dannen. Den Nachmittag verplemperten wir mit durch die Gegend trampeln. Moeh und ich machten uns auf eine Odyssee durch die 70-er Jahre. Wir durchliefen eine Straße, in der unentdeckt von der Umwelt die Zeit stehengeblieben war. Hippiläden, Hippibars, Hippimädchen (Hippen ) und Hippis . Hip -Hop saßen wir beide schon in einer hippen kleinen Bar. Elvis Costello saß mit seinem Laptop am Nachbartisch. Ich wollte auf dem Rückweg unbedingt noch in den Trödelladen, den ich gesehen hatte. Ich stöberte darin herum, irgendwann entdeckte ich den Besitzer, welcher auf einem Sofa lag und schlief. Und irgendwann hatte Moeh genug gelacht und erklärte mir, daß dies wohl doch eher eine Privatwohnung sei und ich die Sachen lieber wieder hinstellen sollte. Am Abend pilgerten wir zum Rammstein-Konzert, als wären wir in Berlin. An das Konzert hat jeder eine andere Erinnerung. Robert war sauer, daß er kein Bier bekam ohne Ausweis ( hier hatten auch alle die Bravo gelesen). B.deutung sah nur kleine asiatische Mädchen und zwei Jungs im schwarzen Trenchcoat. Um einem größeren Massaker vorzubeugen, bot er beiden eine seiner Zigaretten an. Die Dummköpfe nahmen sie, woraufhin sie sofort verhaftet und gleich hinter der Halle erschossen wurden ( alte amerikanische Tradition). Aber es war ein schönes Konzert, soweit ich mich erinnern kann. Auf dem Rückweg schenkte mir mein Busenfreund Rohrbert seinen ganzen Weißwein, indem er mein Shirt damit tränkte - denn er war auf alles und jeden sauer. Zum Glück konnte die Sache bereinigt werden, da ich mir das Mieder von Herr Jeh borgen durfte. Dieser Tag ging völlig ereignislos zu Ende. 


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